Freie Berufliche Schule Lugau gGmbH

 

 

Ausbildung

Pflegefachfrau / Pflegefachmann

gemäß bundeseinheitlichem Gesetz zur Reform der Pflegeberufe (Pflegeberufereformgesetz - PflBRefG) vom 17. Juli 2017 sowie der Ausbildungs- und Prüfverordnung für die Pflegeberufe (Pflegeberufe-Ausbildungs-und-Prüfungsverordnung - PflAPrV) vom 2. Oktober 2018

Ausbildungszeitraum:

31.08.2020 - 30.08.2023

  

Zielstellung 

Mit dem Pflegeberufegesetz (PflBG) ist ein neuer Beruf geschaffen worden.

Den Auszubildenden werden Kompetenzen vermittelt, die über die Kompetenzen der bisherigen getrennt geregelten Ausbildungen in der Gesundheits- und Krankenpflege, der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und der Altenpflege hinausgehen und den Aufbau einer umfassenden Handlungskompetenz verfolgen.

Dies gelingt nicht durch eine Addition bisheriger Ausbildungsinhalte, sondern nur durch eine Neukonzeption.

Die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann vermittelt die für die selbstständige, umfassende und prozessorientierte Pflege von Menschen aller Altersstufen in akut und dauerhaft stationären sowie ambulanten Pflegesituationen erforderlichen fachlichen und personalen Kompetenzen einschließlich der zugrunde liegenden methodischen, sozialen, interkulturellen und kommunikativen Kompetenzen und der zugrunde liegenden Lernkompetenzen sowie der Fähigkeit zum Wissenstransfer und zur Selbstreflexion.

Lebenslanges Lernen wird dabei als ein Prozess der eigenen beruflichen Biographie verstanden und die fortlaufende persönliche und fachliche Weiterentwicklung als notwendig anerkannt.

 

Gliederung und Inhalte der Ausbildung

theoretischer und fachpraktischer Unterricht mit 2100 Stunden:

  • Pflegeprozesse und Pflegediagnostik in akuten und dauerhaften Pflegesituationen verantwortlich planen, organisieren, gestalten, durchführen, steuern und evaluieren
  • Kommunikation und Beratung personen- und situationsorientiert gestalten
  • Intra- und Interprofessionelles Handeln in unterschiedlichen systemischen Kontexten verantwortlich gestalten und mitgestalten
  • Das eigene Handeln auf der Grundlage von Gesetzen, Verordnungen und ethischen Leitlinien reflektieren und begründen
  • Das eigene Handeln auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen und berufsethischen Werthaltungen und Einstellungen reflektieren und begründen

 

praktische Ausbildung mit 2500 Stunden:

1. und 2. Ausbildungsjahr

Orientierungseinsatz (erster Einsatz beim Träger der praktischen Ausbildung)

Pflichteinsatz stationäre Akutpflege (Krankenhaus)

Pflichteinsatz stationäre Langzeitpflege (Pflegeheim)

Pflichteinsatz ambulante Pflege

Pflichteinsatz pädiatrische Versorgung

3. Ausbildungsjahr

Pflichteinsatz in der allgemein-, geronto-, kinder- oder jugendpsychiatrischen Versorgung

Vertiefungseinsatz im Bereich eines der fünf Pflichteinsätze beim Träger der praktischen Ausbildung

 

Zugangsvoraussetzungen

 

1.

oder

der mittlere Schulabschluss oder ein anderer als gleichwertig anerkannter Abschluss

2.

der Hauptschulabschluss oder ein anderer als gleichwertig anerkannter Abschluss, zusammen mit dem Nachweis


a) einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer.


b) einer erfolgreich abgeschlossenen landesrechtlich geregelten Assistenz- oder Helferausbildung in der Pflege von mindestens einjähriger Dauer.


c) einer bis zum 31.12.2019 begonnenen, erfolgreich abgeschlossenen landesrechtlich geregelten Ausbildung in der Krankenpflege- oder Altenpflegehilfe von mindestens einjähriger Dauer.

 

oder

d) einer Erlaubnis als Krankenpflegehelferin oder Krankenpflegehelfer.

3.

der erfolgreiche Abschluss einer sonstigen zehnjährigen allgemeinen Schulbildung.

 

Ausbildungskosten

Der Träger der praktischen Ausbildung hat dem Auszubildenden für die gesamte Dauer der Ausbildung eine angemessene Ausbildungsvergütung zu zahlen.

Die Ausbildung ist schulgeldfrei.

 

Abschluss

schriftliche, mündliche und praktische Prüfungen

Zeugnis über die staatliche Prüfung der beruflichen Pflegeausbildung für Pflegefachfrau oder Pflegefachmann

Die Urkunde über die Erlaubnis zum Führung der Berufsbezeichnung muss bei der zuständigen Behörde      beantragt werden.